Geschichten

SOL-Regionalgruppe Ennstal besuchte am 1.Mai meinen Garten

Publiziert am 28. Juni 2012 von erwin

Ein Bericht von Barbara Vanek:
Wo die rote Emma, der blaue Schwede und handgemachte Holzschindeln zuhause sind

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Schwitzig ist es an diesem 1. Mai, der Tag der Arbeit begann für den passionierten Gärtner Erwin Zachl wohl schon sehr früh am Morgen. Seit 40 Jahren hegt und pflegt der diplomierte Permakulturlehrer und Sensenlehrer seinen Garten unweit von Steyr, seit mehr als zehn Jahren nach den Prinzipien der Permakultur. Die SOL-Regionalgruppe Ennstal durfte ihm einen Besuch abstatten.
Für die Garteneröffnung und die Pflanzenmärkte hat er 40 Tomatensorten, 16 verschiedene Paprikasorten sowie acht verschiedene Gurken und Kürbisse vorgezogen.
Eine der neuesten Entdeckungen ist, dass aus einem Erdapfeltrieb hundert Knollen werden können. „Die Krautfäule bleibt in der Knolle, die Triebe sind ohne Krankheitskeime“, erläutert Erwin Zachl und zeigt auf die in zahlreichen Joghurtbechern vorgezogenen Triebe. Gut gefällt es der roten Emma, deren Trieb fuchsienfarbig aus der Erde lugt. Daneben wächst der blaue Schwede. Das ist kein Bewohner Skandinaviens, sondern ein violetter Vertreter der Kartoffelpflanze.
Die Pflanzen wachsen dabei nicht in humoser Gartenerde, sondern in Heu aus dem Herbst, das aufgrund des Alters keine Beikrautsamen mehr in sich trägt und daher als wunderbares Substrat nahezu kostenlos zur Verfügung steht. „Ich plane aus meinen zwei Gewächshäusern die ganze Erde durch dieses Heu zu ersetzen“, spricht Zachl über seine Zukunftspläne. „Heu ist die ideale Gewächshausheizung.“ Unter dem Dachvorsprung an der Glashauswand zeigt das Bodenthermometer 50°C. „Das ist besser als jede Fußbodenheizung.“
Außerhalb der Gartensaison, wenn es draußen so richtig ungemütlich kalt und verregnet ist, widmet sich Erwin Zachl vergessenen Handwerkstechniken. So hat er auf seinem selbst gefertigten „Kliabstock“ Holzschindeln angefertigt, die seine Hochbeete umzäunen.
Gemulcht werden die Beete mit Altkartonagen und Heu. Auf knapp 1000 Quadratmetern Grund wachsen so ganzjährig Obst, Gemüse und Kräuter für die ganze Familie.
Ein Besuch lohnt sich, das war jedenfalls der Kommentar unserer SOL-Gruppe. Der Garten ist für interessierte BesucherInnen gegen Voranmeldung zugänglich.

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