Forschung

Veröffentlichung meiner PK-Diplomarbeit:

Nach langer Zeit der Setzung hab ich mich nun entschlossen, meine PK-Diplomarbeit 2007 im Netz zu veröffentlichen.
Nach 4 1/2 Jahren ist sie nun nicht mehr sehr aktuell, trotzdem kann diese Arbeit manchen Menschen Unterstützung bieten.
Wegen des Umfanges habe ich die Diplomarbeit in die einzelnen Kapitel unterteilt. Bitte druckt Euch nur diejenigen aus, welche unbedingt nötig sind.

Die Arbeit kann uneingeschränkt verwendet werden, sofern Ihr den Ursprung angebt – danke.

Hier also die einzelnen Kapitel:

01 Kapitel 1: Grundlage
02 Kapitel 2: Wirt in der Luft
03 Kapitel 3: Teiche
04 Kapitel 4: Hecken
05 Kapitel 5: Dörrhaus
06 Kapitel 6: Lehmofen
07 Kapitel 7: Walipini
08 Kapitel 8: Bad Hall
09 Kapitel 9: Meine Unterrichtstätigkeit
10 Kapitel 10: Anhang

 

 

Wie sich die Getreideernte steigern lässt

Deutschland ist in vielfacher Hinsicht in eine Zwangslage geraten, und es ist schwer zu sagen, auf welchem Gebiete die Not am größten, das Bedürfnis nach Abhilfe am dringendsten ist. Schließlich steht aber doch wohl an erster Stelle das tägliche Brot, und für dieses ist der Ertrag an Roggen das wichtigste …

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Kartoffelkäfer

Immer wenn in irgendeiner Form „Schädlinge“ auftreten, so ist das im Permakulturkontext als Systemfehler zu werten.
Zum Beispiel der Kartoffelkäfer:
Die ideale Anbauform von Gewächsen aller Art kann am Besten natürlichen Wachstumsbedingungen abgeschaut werden.
Menschen haben in den letzten Jahrhunderten dieses Nachempfinden sträflich (im wahrsten Sinne) vernachlässigt.
Natur kennt keine nackten Böden, Natur kennt keine gewaltsamen Anbaumethoden.
Genau das aber machen Menschen unter Anderem beim Kartoffelanbau.
Kartoffelfelder egal welcher Größe sind bis auf die Kartoffelpflanzen und sogenannten Unkräutern,die radikal ausgemerzt werden, nackte Böden. Diese nackten Böden werden unbarmherzig nackt gehalten. Sei es durch ausdauerndes Jäten oder, viel schlimmer noch mittels chemischer Gewalt.

Wie also könnte eine natürliche Anbaumethode für Kartoffeln aussehen?
Hier ist wiederum die Frage zu stellen: „Wie würde die Natur dieses Problem lösen?“
Unter natürlichen Bedingungen würden, sobald Böden nackt sind, sofort alle verfügbaren Pionierpflanzen anrücken, um den Boden so schnell als möglich wieder zu bedecken.
Und das sind keinesfalls die Kartoffeln. Diese sind keine Pionierpflanzen.
Was also liegt näher, als den Boden mittels Bodengesundungspflanzen (das sind nun mal die meisten Pioniere) mit einer guten Bedeckung und gleichzeitig dichtem Wurzelwerk zu besiedeln. Das ist die eine Seite.

Ein weiterer Aspekt ist, dass unter natürlichen Bedingungen (ausgenommen Katastrophen,wie Erdrutsch, Überschwemmung oder umstürzenden Bäumen,…) Böden immer mit einermehr oder weniger dicken Mulchschicht bedeckt sind.

Was also liegt näher, als diese natürlichen Bedingungen bestmöglich nachzuahmen:
Ein anschauliches Beispiel liefert ein Biobauer im österreichischen Weinviertel, der seine Kartoffeläcker sofort nach der Kartoffelsaat mit einer guten Mulchschicht aus gehäckseltem Stroh, vermischt mit ebenfalls gehäckseltem Kleeheu bedeckt.
Er schafft dadurch natürliche Verhältnisse. Die Pionierpflanzen haben kaum Grund, aktiv zu werden. Der „Unkrautdruck“ hält sich in Grenzen.
Vor allem aber: Kartoffelkäfer richten sehr wenig, bis kaum Schaden an.

Ein besonderes Erlebnis erzählt er zur Absicherung seiner Idee:
Beim Mulchen mit Traktor und Streugerät hatte er jeweils zwei Reihen Kartoffeln ein wenig „gequetscht“,weil er nicht genug auf die Fahrspur geachtet hatte.
Genauso, wie der ungemulchte (unmittelbar angrenzende) Kartoffelacker des Bio-Nachbarn mit Kartoffelkäfern stark befallen war,wurden genau die wenigen gequetschten Pflanzen seines Ackers befallen und stark geschädigt, während der gesamte restliche Kartoffelacker so gut wie keine Käfer aufwies.

Die Schlussfolgerung ist also: Kartoffelkäfer befallen als eine Art Gesundheitspolizei generell kranke oder geschädigte Pflanzen, um nur den besten Pflanzen das Überleben zu sichern, was gleichzeitig auch die Sicherung nur des besten Potentials an Nachkommen garantiert.
Und – zum Verzehr sind immer nur die höchsten Qualitäten die Besten.

Kartoffelkäfer sichern also auf diese (ihre) Weise, höchste Qualitätan Kartoffeln, die uns Menschen dann zu Gute kommen.

Wie kann ich diese Erkenntnisse in meinem Kleingarten umsetzen?

Eindeutig, in dem ich mich an natürlichen Verhältnissen orientiere. Ich selber mache es so: Die Kartoffeln auf den Boden legen (nicht begraben) und mit einer dicken Mulchschicht (mindestens 30cm) aus gemischtem Mulchmaterial bedecken. Sollte es nicht regnen, so wird ein- bis zweimal gut gegossen.
Das ist eigentlich schon alles …

Über das richtige Mineralienverhältnis in gutem Kompost

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